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Was ist Sucht?

Sucht kommt nicht über Nacht. Sie schleicht sich meist unbemerkt ins Leben. Denn es ist nichts ungewöhnliches, ein Glas Wein in geselliger Runde zu trinken oder mit einem Bier den Tag abzurunden. Am Anfang ist das noch kein Problem, doch ab wann beginnt die Sucht? 

In einem hat der Volksmund recht: Allem, was „Sucht“ genannt wird, ist gemeinsam, dass es so übermäßig oder riskant betrieben wird, dass wichtige Lebensinteressen deshalb vernachlässigt und gefährdet werden: Partnerschaft und Familie, Gesundheit, Arbeitsplatz usw.

Die Entwicklung zur Sucht ist dabei meistens ein schleichender Prozess, der in mehreren Stufen verlaufen kann:

  • Genuss: Eine Substanz oder eine Verhaltensweise wird zwar nicht benötigt, bei Gebrauch oder Ausübung aber als angenehm empfunden.

  • Missbrauch: Ist der körperlich, seelisch oder sozial schädliche Konsum einer Substanz oder ein selbstschädigendes Verhalten. (z.B. zu häufiges Trinken von Alkohol in zu großer Menge).

  • Gewöhnung: Ist die seelische oder körperliche Bindung an ein Suchtmittel (z.B. jemand braucht sein Bier, um abends abzuschalten).

  • Abhängigkeit/Sucht: Wer süchtig ist kann den Konsum von „seiner“ Droge oder bestimmte Verhaltensweise (z.B. Glückspiel oder Kaufen) nicht mehr kontrollieren. Die Betroffenen empfinden unter Umständen ein starkes, fast schon zwanghaftes Verlangen nach dem Suchtmittel oder einem bestimmten Verhalten. Kann das Verhalten nicht ausgeübt werden oder steht die Substanz nicht zur Verfügung, können Entzugserscheinungen auftreten (wie innere Unruhe, Schweißausbrüche, Zittern).

 

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