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12.09.2017

Broschüre „Handlungsempfehlungen für Schulen im Umgang mit Drogen“ erschienen

Schule und illegale Drogen – das passt doch nicht zusammen. Stimmt, doch aus Studien wissen wir, dass mindestens 7,3 % der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren im Jahreszeitraum vor der Befragung Cannabis genommen haben. Wir wissen auch aus anderen Bundesländern, in denen die Drogenkriminalität an Schulen direkt erfasst wird, dass es fast überall einen Anstieg der erfassten Fälle gibt. Im Vergleich von 2011 zu 2015 sieht man z.B. in Niedersachsen einen Anstieg von 286 auf 348 Fälle, davon ging es 293 Mal um Cannabis. In Sachsen ist ein Anstieg von 69 auf 128 Fälle zu beobachten. Und in Thüringen gibt es eine Verdopplung von 40 Fällen auf 80 Fälle. Statistisch gesehen gibt es damit in diesen Bundesländern an jeder 5. Schule einen Fall von Drogenkriminalität.

Nun wäre es illusorisch zu glauben, dass es in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu Drogenkonsum und -delikten an Schulen kommt. Treten solche Vorfälle ein, dann ist es wichtig, dass die Schule konsequent handelt. Aber das ist schon eine Herausforderung für alle Beteiligten. Häufig sind Lehrer und Lehrerinnen verunsichert, wann oder wie sie dann handeln sollen und dürfen.

„Das ist sehr verständlich, findet Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der LAKOST MV. Deshalb wollen wir die Pädagoginnen und Pädagogen mit unseren Handlungsempfehlungen unterstützen. Wegen der Komplexität dieses Themas haben wir eng mit entsprechenden Experten zusammengearbeitet. Beraten haben uns ein Jugendrichter vom Amtsgericht Schwerin, die Polizeiinspektion Schwerin und der Leiter der Landesrechtsschuttzelle der GEW.

“In der Broschüre werden häufig gestellte Fragen zum Umgang mit Konsum illegaler Drogen an der Schule beantwortet sowie Handlungs- und Verhaltensstrategien aufgezeigt. Doch es wird immer wieder Einzelfälle geben, in denen die Broschüre keine ausreichende Antwort geben kann. Hier sind Schulen gut beraten, sich mit Regionalen Suchtpräventionsfachkräften, Suchtberatungsstellen oder der Polizei in ihrer Region in Verbindung zu setzen.

Für Pädagoginnen und Pädagogen gibt es begleitend zum Erscheinen der Handlungsempfehlungen ein konkretes Fortbildungsangebot:

Schule und Drogen – ein schwieriges Thema…!?
Diskussionen, Lösungsansätze, Infos und Tipps im Umgang mit Drogen in der Schule

Termin: 26.10.2017, 13:00 – 15:30 Uhr,

Ort: bei der LAKOST MV, Lübecker Str. 24 a, 19053 Schwerin (Anmeldungen an: Jana Micera, micera@lakost-mv.de , Tel.: 0385/74529938)

Für Rückfragen zur Bestellung der Broschüre steht Ihnen zur Verfügung: Rainer Siedelberg, Tel.: 0385/74529833, siedelberg@lakost-mv.de

 

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